Norddeutsche Meisterschaften

Norddeutsche Meisterschaften (30.06. – 03.07.) in Wolfsburg
Fünf Läuferinnen durften wegen ihrer guten Leistungen an vorangegangenen Meisterschaften zur Norddeutschen Meisterschaft fahren. Jona Rusi und Felicia Scherf gingen bei den Schüler A Mädchen an den Start. Norah Glücklich, Lena Hinze und Luisa Scherf starteten bei den Schüler B Mädchen, wobei in diesem Jahr die Jahrgänge 2003 und 2004 voneinander getrennt wurden, sodass sich Norah in dem älteren Teilnehmerfeld, Lena und Luisa entsprechend in dem jüngeren wiederfanden. Alle fünf wurden in der Kür nominiert, Lena und Luisa zusätzlich auch im Solotanzen.
Am Donnerstag fanden wir uns alle in der Halle ein um die Trainingsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Da ein bisschen Chaos erfahrungsgemäß immer dazugehört wunderte es mich nicht, als mein Handy klingelte: Lena wollte aufgrund einer Autopanne etwa 40 Minuten von Wolfsburg entfernt von einer Raststätte abgeholt werden, um nicht ihr gesamtes Training zu verpassen! Glücklicherweise war die Autobahn frei und so konnte Lena die meisten Trainingseinheiten noch wahrnehmen.
Außerhalb der Sporthalle ging es ins Kino, ins Restaurant, Shoppen… Ein bisschen Ablenkung, um den Kopf freizubekommen.
Lena und Luisa durften Freitagvormittag mit den Pflichttänzen (Solotanz) beginnen. Ganz glatt lief es bei beiden nicht, die Wertungsrichter waren zudem auch eher uneinig. Platz 4 für Luisa und Platz 9 für Lena hieß es dann erstmal nach den Pflichttänzen, mit guten Möglichkeiten sich mit den am Sonntag stattfindenden Kürtänzen noch nach oben zu arbeiten.
Jona und Felicia hatten am Freitag sowohl ihren Kurzkür- als auch ihren Kürwettbewerb, sodass wenig Zeit zum Entspannen blieb. Nach den beiden Trainingseinheiten am Donnerstag lagen die Nerven eher blank: Eine kleine, dafür aber sehr starke Konkurrenz und eine ungewohnte Lauffläche machte den beiden schwer zu schaffen. Und im Grunde genommen lief das Training in den Tagen zuvor auch Zuhause schon nicht so optimal. Verständlich, wenn man dann besonders mit seinen eigenen Nerven zu kämpfen hat. Die Kurzküren liefen dafür aber ganz prima. Hier und da schlichen sich zwar auch Fehler ein, aber im Großen und Ganzen liefen Jona und Felicia solide Kurzküren und positionierten sich auf Rang 7 (Jona) und 9 (Felicia). Es schien, als sei das Eis gebrochen.
Bereits weniger als 3 Stunden später stand dann auch schon die Kürentscheidung an. Und trotz so erfreulicher Kurzküren war die Nervosität mit einem Schlag dann doch wieder da. Während Felicia noch ganz gut durch ihre Kür kam, schlichen sich bei Jona nun doch viele Patzer ein. Felicia kletterte drei Plätze hoch auf Rang 6, Jona wurde 9te.
Am Samstag folgten dann erst einmal die Kurzküren der Schüler B Mädchen. Zuerst war Norah in dem älteren Jahrgang dran. Zufrieden mit der Bahn und dem absolvierten Training ging Norah optimistisch in den Wettbewerb. Ein paar winzige Stöpperchen und Wackler führten zwar zu Abzügen, aber insgesamt zeigte Norah eine gute Kurzkür und lag damit erstmal auf Rang 4. Nun konnte Norah ihre beiden Vereinskameradinnen anfeuern.
Im Wettbewerb des jüngeren Jahrgangs lief zunächst Luisa ihre Kurzkür. Nach einem Sturz beim Doppelflip, an den eigentlich eine Sprungkombination gehört, verließen Luisa die Nerven. Es folgten einige Fehler bei Elementen, die so gut wie nie misslingen. Völlig desillusioniert und enttäuscht von sich selbst musste Luisa auch noch Abzüge wegen eines zusätzlichen Elementes hinnehmen. Die flotte und anspruchsvolle Choreographie hat wenigstens dazu beitragen können, dass die Wertung mithilfe der B-Note insgesamt noch einigermaßen gut ausfiel. Lena ließ das alles leider nicht unbeeindruckt. Auch hier war einfach irgendwie der Wurm drin und so konnte sie ihre Leistung nicht abrufen. Am Ende hieß es dann nach den Kurzküren erstmal Platz 4 für Luisa und Platz 8 für Lena: Absolut nicht das, was man sich erhofft hatte!
Doch jeder, der etwas von Sport versteht, weiß dass es auch mal dazugehört zu fallen. Wichtig ist es wieder aufzustehen. Und so standen am Sonntag alle wieder auf, denn da wollten die Fehler vom Vortag ja wieder ausgebügelt werden. Und das gelang im Grunde genommen allen dreien.
Norah war gleich um 8:30 schon mit ihrer Kür dran. Und sie zeigte: Alles! Eine astreine Kür, die mit der Silbermedaille belohnt wurde. Ein Riesenerfolg für Norah! Was für eine Freude! Da strahlt selbst das Wertungsgericht vor Freude.
Lena und Luisa waren bald darauf auch schon dran. Auch heute sollte keine von Ihnen ihre Bestleistung abrufen können. Fehler waren hier und dort vorhanden. Lena, dessen peppige Kür mit einigen schwierigeren Elementen, wie etwa einer Hackenwaage oder einem Doppellutz, bestückt ist konnte sich um zwei Plätze nach oben verbessern und beendete ihren Kürwettbewerb mit Platz 6. Luisa, in der B-Note stark für ihren Ausdruck belohnt, konnte sich ebenfalls trotz ein paar Patzer die Silbermedaille sichern. Ganz große Klasse!
Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Lena und Luisa hatten ja noch ihre Kürtänze (Solotanz) vor sich. Lena konnte sich mit ihrer tollen Nummer zur Musik von The Rocky Horror Picture Show auch hier nochmal um zwei Plätze auf 7 verbessern, und Luisa mit ihrer eleganten Kür zu spanischer Musik sogar noch die Bronzemedaille erreichen.
Norah, Lena und Luisa konnten sich nun sogar über eine Nominierung zur Deutschen Meisterschaft Ende Juli/Anfang August in Wuppertal freuen.
Herzlichen Glückwunsch!
Monika Lis

Sigrid 3. September 2016 19:01